Deutschland · Aktualisiert 2026-06-22
Amazon FBA Gebühren in Deutschland (2026) — Verkaufs- & Logistikgebühren
Verkaufsgebühr, FBA-Versand und Bearbeitung sowie Lagerkosten für Amazon-Verkäufer in Deutschland erklärt — mit EUR-Beispielen und kostenlosem FBA-Rechner.
Zwei Gebühren pro FBA-Verkauf — Verkaufsgebühr und Logistik
Amazon FBA in Deutschland kombiniert Marktplatz-Provision mit Logistik. Pro Verkauf zieht Amazon typischerweise eine Verkaufsgebühr (Referral) — ein kategorieabhängiger Prozentsatz des Artikelpreises — und eine Versand- und Bearbeitungsgebühr ab, die Kommissionierung, Verpackung und Zustellung abdeckt. Monatliche Lagergebühren fallen für Bestand in Fulfillment-Centern an; Langzeitlager-Zuschläge treffen langsame Artikel.
Neue Verkäufer vergleichen oft nur die Referral-Prozente und ignorieren die Logistikgebühr — die bei kleinen, günstigen Artikeln die Referral übersteigen kann. Der FBA-DE-Rechner auf FeeAndProfit trennt beide Posten, damit du siehst, welcher Eimer die Marge frisst.
Verkaufsgebühr nach Produktkategorie
Referral-Gebühren variieren 2026 stark: Viele Konsumkategorien liegen zwischen 8 % und 15 %, Mode, Accessoires und Spezialkategorien können abweichen. Amazon veröffentlicht Tarife pro Kategorie; Mindestgebühren können bei sehr niedrigen Artikelpreisen greifen.
Kategoriegenauigkeit zählt. Falsch klassifizierte Produkte bedeuten späteres Nachpreisen, wenn Amazon die ASIN neu einstuft. Wähle im Rechner die nächste Kategorie, um den Preis vor der Einlagerung zu testen.
FBA-Logistik: Größenstufen und Gewicht
Versand- und Bearbeitungsgebühren hängen von der Größenstufe (Small Standard, Large Standard, Oversize usw.) und vom Versandgewicht ab. Ein Taschenformat-SKU unter 500 g verhält sich anders als ein Küchengerät. Amazons Tabellen werden periodisch angepasst — besonders vor dem Q4-Hoch.
Kennst du deine Stufe noch nicht, starte konservativ mit Large Standard für alles, was nicht eindeutig briefgroß ist. Lieber die Logistik in der Planung überschätzen als in der Launch-Woche €3 pro Einheit verlieren.
Lagergebühren und Bestandsrisiko
Monatliche Lagergebühren fallen pro Kubikmeter an, mit höheren Sätzen im Q4 für deutsche FCs. Bestand älter als 271 Tage kann Zuschläge auslösen. Das erscheint nicht in der Gebührenvorschau pro Bestellung — gehört aber zur echten SKU-Ökonomie bei Nachbestellungen.
Unser Rechner pro Bestellung projiziert keine Lager-Monate im Voraus; rechne Lager als Kapitalkosten, wenn du entscheidest, wie viele Einheiten du einsendest. Langsame, sperrige SKUs sind oft besser per FBM, auch wenn die Referral identisch ist.
FBA vs. FBM für dieselbe ASIN
Fulfillment by Merchant vermeidet FBA-Logistik und Lager in Amazons FC, zahlt aber weiterhin Referral in den meisten Kategorien. Du kontrollierst Versand — oft vorteilhaft bei sperrigen oder fragilen Artikeln, wenn deine Versandkosten unter Amazons Logistik liegen. Prime-Badge entfällt ohne Seller Fulfilled Prime.
Rechne denselben Artikelpreis und Wareneinsatz durch FBA- und FBM-DE-Rechner. Trage beim FBM deine echten Versandkosten ein. Der höhere Nettoerlös zeigt den passenden Kanal — viele deutsche Kataloge sind gemischt.
Rechenbeispiel: Küchenhelfer für 22,99 €
Stell dir ein Gadget vor, das du für 5 € einkaufst und für 22,99 € verkaufst, Small Standard FBA. Referral bei 15 % entfernt rund 3,45 €; Logistik könnte weitere 3,50–4,50 € nehmen. Vor Wareneinsatz sind schon 7–8 € weg. Nach Produktkosten und Einsendung zum FC bleibt oft ein einstelliger Euro — akzeptabel bei Volumen, schmerzhaft bei hohen Retouren.
Gib 22,99 €, deinen Wareneinsatz und die Kategorie im Rechner unten ein. Dreh am Preis, bis die Marge dein Ziel trifft. Wenn schon 2 € mehr Preis Verlust in Gewinn drehen, ist dein Katalog gebühren-sensitiv — optimiere Verpackungsmaße, bevor du Werbung skalierst.
Aktuelle Schätzungen und Haftung
Amazon passt Gebühren, Einsendungsplatzierung und Programme für professionelle Verkäufer an. FeeAndProfit folgt veröffentlichten DE-Tarifen und zeigt ein Aktualisierungsdatum auf jeder Rechnerseite. Prüfe immer den Umsatzrechner und die Gebührenvorschau in Seller Central vor großen Sendungen.
Dieser Ratgeber ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Compliance mit Amazon-Richtlinien bleiben deine Verantwortung.